Festivalveteranen unter sich (Vol.1)

März 24, 2007 at 00:44 (Rockfestival)

Schönen guten Abend!

Auch wenn ich mich wieder auf diesen Podcast beziehe, kann ich leider nix zum Southside 2006 beitragen! Ich war ja nicht da (vielleicht war deshalb der Rockfestivalwettergott Waldemar ein wenig erzürnt :-D ). Wie dem auch sei. Daher werde ich in den Untiefen meiner zumeist verschwommenen Erinnerungen kramsen und Wissenswertes, Amüsantes und Abstoßendes zu Tage fördern..

Also steigen wir ein mit meinem Schon_bei_der_Ankunft_die_Faxen_dicke_haben Erlebnis beim RaR 2003 ein. Am Nürburgring um ca. 18 Uhr am Donnerstag mit einem 11m-Gespann (Zugmaschine und Wohnwagen) angekommen, war trotz einer langen Schlange die Stimmung ziemlich gut. Denn Schlangestehen kennt man von Festivals und ich bin schon zu viel beschisseneren Zeiten auf dem Gelände eingetroffen. Aber schon hier viel mir auf, dass alles doch ein bischen langsamer geht und die „RockFans“ irgendwie anders sind. Naja, 8 Stunden später hatte ich dann mal richtig stimmung. Hier eine Liste der Highlights:

  • kein Einheitlicher Anfahrtsweg, alles geht kreuz und quer (lustig mit 11m Länge)
  • Ordner, die sich trotz Funkgeräten nicht absprechen können („keine Ahnung, ob unten noch was frei ist“)
  • Fehlinformationen für große Caravan („Unten ist nix mehr, wir sollen hoch“ – “ Toll, die oben haben uns runtergeschickt“)
  • Überforderte Infrastruktur (alle 5 min, 1m vorwärts => gerade bis Campingplatz Nürburgring gekommen in 8 Stunden!)
  • Batterie vom Auto säuft fast ab (=> Kühlschrank ausstellen, die Lebensmittel müssen das abkönnen)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war sauer. Aufgrund der geringen Aussicht noch irgendwo etwas zu finden, noch bis Sonntag für eine komplette Runde zu brauchen und der geringen Chance auf Rückerstattung des Geldes zu klagen habe ich dann nochmal 35€ bezahlt, um auf den Campingplatz zu fahren. Da der auch schon überquoll, hab ich mein Gespann vors Klohaus gestellt. Sehr romantisch! Um noch nicht alle Highlights zu verraten, beende ich das Thema RaR 2003 mit dem Hinweis, dass der Campingplatz über 30 min vom Gelände entfernt ist.

Zelttechnisch ist mir persönlich noch nichts Gravierendes passiert. Denn ich hab noch nie im Zelt gepennt. :-O Mein erstes Festival hatte ich einen Mini-Wohnmobil dabei (VW California). Da blieben kaum Wünsche offen, ausser vielleicht nach einer stärkerer Autobatterie, was das Stundenlange laufenlassen des Motors in den Rockpausen hätte ersparen können. Die Festival danach wahren dann nur noch Purer Luxus. HYGIENE vom Feinsten. Eigentlich war geplant, einen Van mit einem Sarg auszustatten und die Plunnen alle dareinzustopfen. Das ist auch geschehen. Aber hinzugekommen ist noch ein Wohnwagen, der einen Tag vor abreise spontan abends gekauft wurde. Gebraucht, aber super! Mein Rockmobil *Schnief* (letztes Jahr verkauft worden… was sich jetzt wieder als Fehler rausstellt :-( ) Was war das Kuschelig, wenn der Regen aufs dach trommelt und die Zeltstadt absäuft. Auch die großen Zeltfeuer und Ketchup- und RAVIOLI-Schlachten konnte man vom Campingbereich gemütlich vom Klappstuhl beobachten. Genial wa, dass ich am Abreisetag schon den Wohnwagen mit Festivalklrams vollgeladen hab, während der TÜVmann noch die Untersuchung für die Plakette machte. Last minute sozusagen.

Und dann mal lecker Essen dank Gasgrill (auch zum kochen, warmmachen usw. Nutzbar), Kühlschrank und Gefrierfach. Und ein mobiles Klo (PortaPotti – die Alliteration für den Po) für Pinkeln in der Nacht. jaaaa, nur dann und auch keine Bomben. (man muss es ja wieder selber sauber machen und die Kapazität ist begrenzt!)

Bevor das sentimentale Schwelgen nun Überhand nimmt, mache ich an dieser Stelle mal einen Schnitt und richte meine Gruß an die langjährige und unerschütterliche Festival- und Sommercamping-Gefährtin Xanthippe.

4 Kommentare

  1. andreas sagte,

    Ich finde es klasse, wie du unseren Podcast kommentierst und somit auch ‘bereicherst’! Wahnsinn. Dazu kommt, dass deine Festival-Stories aller erste Sahne sind! Schade, dass ich keine Trackback-URL finde, um mich in Blog zum wwtr-Podcast auf direkt auf dich beziehen kann.
    Mein Freund, in der nächsten Podcast-Episode (wwtr006) werden wir deine Beiträge durchdiskutieren! Bis dahin, kannst du ja noch Kommentare zu den Musikclips abgeben und selbst über die Bands von Southside 2007 philosophieren!

  2. xardasdf sagte,

    Vielen Dank! Freut mic, dass meine spontanen verbalen Ergüsse Spass machen. Zum Thema Trackback und Podcast. Leider kann ich mit meinem WordPress.com Account nicht so frei im Blog editieren. Daher kann ich ohne Themewechsel kein Podcasplugin und/oder diese Trackback-Buttons einrichten. Es ist daher abzusehen, dass ich diesen Blog bald auf einer anderen Plattform anbieten werde *guck Richung Marko*. Und dann gibbet mich immernoch ohne Bild, aber mit Ton. Und wir können – Pamela sei dank – auch mal nen Crosspodcast abhalten.

    Freue mich auf was noch kommt und Episode 6 und bleibe am Ball!
    Mann liest, hört, sieht sich!

    Xardas

  3. Xanthippe sagte,

    Ich hab schon gezeltet und war auch mit im Wohnwagen – und wer beim HURRICANE schon mal gezeltet hat, der kann bestimmt nachvollziehen, dass ich den Wohnwagen vorziehe!!!
    Neben den ganzen anderen Annehmlichkeiten, die sich darin bieten, ist es doch einfach fein, im Warmen und Trockenen zu schlafen! Keine Kiddies, die einem besoffen halb ins Zelt fallen…herlisch!
    Die Leute um einen rum sind auch anders drauf, als die Zelter – naja, vor allem meist im Durchschnitt älter, aber irgendwie auch cooler.
    Nichtsdestotrotz: Hauptsache Festival -> zur Not auch im Zelt (da Monsieur keinen Wohnwagen mehr hat…)!

  4. xardasdf sagte,

    Ja, Hack du nur schön auf der Wunde rum, Xanthippe… Aber ich sehe das genauso, Hauptsache Festival, auch wenn man dann in einem 5 Sterne hotel übernachten muss ;-)

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