Southside-Bands Review 1
Hossa!
Entschuldigt, dass hier die letzten Tage nichts passiert ist, aber das schöne Wetter im “RL” wie wir “Nerds” sagen forderte seinen Tribut, der sich in Form von Grillgut auf meine und Ands Hüften geschlagen hat. Damit wären wir schon bei einem kurzen Offtopic-Kommentar zum “Return of the Killerplautze“-Kampf: Schade, dass er nicht auf die Bretter geschickt worden ist. Hat ein zu gutes Herz, die Halmich.
Nun aber zum Thema: Bei Waldis Welle hat sich schon wieder eine ganze Menge getan, besonders in Form von Videoeindrücken des Southsidelineups. Eigentlich wollte ich dazu meinen ersten Podcast starten, aber es ist ja leider nicht erlaubt, die Videos im Hintergrund laufen zu lassen (Als wenn einer das mit meinem Gesabbel verwenden könnte). Nun könntet ihr, liebe Leser/Hörer das Video an eurem Rechner parallel ansehen, aber das macht natürlich den Charme des mobilen Podcasthörens zunichte. Also nun schriftlich ab zu den Clips!!!
Arcade Fire – No Cars Go
Also am Anfang klingen die Streicher zum Arkordeon schon ein bisschen schief. Genauso wie die Sängerin, was ein klein wenig nervt. Das mag aber entweder nur Live oder auch nur für diese Aufnahme gelten. Denn wie alle wissen, die schonmal bei Rockpalast vorm TV gesessen haben und dachten: So schief und schäbig hat das beim Festival in der Menge nicht geklungen, sind Live gewonnene Eindrücke und Live aufgezeichnete oft zwei Paar Schuhe. Ansonsten gefällt mir die treibende Atmosphäre ganz gut, die perfekt zu einer langen Autofahrt passen würde. Gegen Ende wirkt es dann allerdings wieder etwas überladen.
Fazit: OK und noch in Albumversion zu prüfen!
The Bravery – No Brakes
Nett. Der Gesang erinnert sofort an the Cure. Die Bassläufe an Altes von U2. Der Refrain ist ein wenig “gewöhnlich” und reisst im Gegensatz zu den Strophen nicht richtig mit. Da hätte man eine Steigerung erwarten können. Schade.
Fazit: Poprock mit Potenzial, Refrain laaangweilig!
Bloc Party – Banque
Ein Einstieg mit den Drums ist Live immer eine gute Wahl
Die Gitarren steigen ein und verbreiten gute Laune. Der Refrain rockt, der Sänger passt gut!… sehr gut! Klingt an manchen Stellen ein wenig nach den Beatsteaks, die ja auch von Punk- zum (ich nenns mal) Fun-Rock gewechselt sind (Anmerkung: Das neuste Album kenne ich noch nicht).
Fazit: Rundum gelungener Funrock zum Rumhüpfen.
Placebo + Frank Black – Where is my mind
Irgendwie kommt mir der Song saubekannt vor. Aber ich glaube nicht, dass es aus Fight Club war. Denke es ist ein Song, dessen Refrain ähnlich klingt, ich komme aber nicht darauf, welche das sein könnte… Wie dem auch sei, ich mag ihn nicht. Zuviel hochtöniges gejohle.
Fazit: Lieber in der Mottenkiste gelassen.
The Films – Black Shoes
Was gleich auffällt, ist der “englische” Stil ala Arctic Monkeys. Schade das der South Carolina Akzent nicht so markant ist wie der nordenglische. Ansonsten gibt es eigentlich nichts sehr Auffälliges. Und damit wäre man schon bei der einzigen Kritik an diesem sonst wirklich netten und eingängigen Song. Es fehlen die Ecken und Kanten, der Biss. Männer werden die Verwendung des Wortes “nett” in so einen Zusammenhang bestimmt schon einmal erlebt haben
Fazit: Netter eingängiger Indisong.
Verginia Jetzt! – Mehr als das
Da sind sie wieder. Der Herr mit dem Schnauzbart (nein, nicht Borat!) und seine lustigen Gesellen. So ganz gefällt mir die Musik ja immernoch nicht. Mir ist der Gesang nicht prägnant genug. Aber sehr positiv empfinde ich, dass diese Bend sich selbst nicht ganz ernst nimmt. Nicht so ein pseudointelektuellen Fächerdiekeineninteressierenewig-Studenten-Deutschrock wie man von anderen deutschen Indibands kennt. Und dieser Clip ist ein Heidenspass. Vor allem für Menschen, die sich mit solchen Seminaren schonmal rumschlagen durften/mussten.
Fazit: Nicht meins, aber lustig!
Karpatenhund – Gegen den Rest
Als ich den Namen zuerst gelesen hab, war ich als alter ???-Fan ja gleich gespannt, was sich dahinter verbirgt. Und auch wenn man gleich Trittbrettfahrer von Bands wie Juli, Wir sind Helden und Silbermond vermutet, bin ich mal ganz vorurteilsfrei rangegangen. Mir persönlich gefällt ja Juli am Besten aus der Rige, auch wenn ich von dem Stil “Wir sind Helden” als weiter einstufe. Mir gefällt halt auch mal das einfache am besten. Außerdem passten ein paar Texte serh schon zu den damaligen Lebenssituationen (das mag auch damit reingespielt haben). Aber nun Back-to-Topic: mmmhhh… klingt nach angagierter Schulband. Mir auch zu glatt und gewollt kultig. Technisch sicherlich nicht schlecht. Aber der Gesang… besonders das “…alääs…” wirkt ein wenig aufgesetzt. Und für sozialkritische Revoluzertexte sind ja nun Tokio Hotel oder FiPsbLm zuständig. (sorry, ich schweife wieder ab
)…
Fazit: Zu groß die Schuhe…
Porcupine Tree – Blackest Eyes
Oh ja… der Anfang rockt mal! Gute Riffs! Aber … aber … was ist jetzt… warum änderst sich die musik in Weichspülrock… nööö! Achso, weil der Sänger die passende Stimme liefert. Na toll! Ich dachte jetzt kommt so eine Layne-Staley-Stimme und hab mich schon auf Rock vom Feinsten vorbereitet. Enttäuschend!
Fazit: Rohrkrepierer!
Bromheads Jacket – What If’s and Maybe’s
Wo Punk draufsteht ist Punk drin. Bischen softer als in den Ramones-Zeiten aber trotzdem laut, trashig und schnell. Gesang ist Nebensache, hauptsache rumspringen bis die Socken qualmen.
Fazit: Ist es zu Schnell bist du zu alt!
Also Zusammengefasst werde ich mir auf jeden Fall von diesen Bands nur Bloc Party ansehen und vielleicht bei Arcade Fire und The Bravery vorbeischlendern.
Gruß Xardas
P.S.: Das einige Kommentare etwas harsch und ungeduldig ausfallen mag an der Müdigkeit der Musikkritikredaktion liegen
Mitch sagte,
April 2, 2007 um 09:47
Moin Moin,
ich steige mal in die Band-Diskussion mit ein:
AF: Hehe, der schiefe Gesang ist mir auch aufgefallen, klingt am Anfang etwas nach ner Kneipenband. Aber ich habe auch noch “schlimmere” Live-Videos von denen gefunden. Egal, auf dem Festival werden sie bestimmt Spaß machen, auch wenn sich die Saiten der Fideln in der Hitze verziehen
Die Albumversion ist übrigens (erwartungsgemäß) sauber intoniert – und da gefällt mir gerade der Bombast gegen Ende – aber ich bin ja auch Progger
BP:
Nix zu bemängeln – freue mich allerdings vor allem auf die Umsetzung der Songs vom neuen Album …
VJ:
Damit kann ich nix – aber auch gar nix – anfangen. Wirkt für mich sogar ein wenig aufgesetzt, eben der “Hey, wir nehmen uns ja gar nicht so ernst”-Song. Nene, VJ und ich kommen wohl nicht mehr zusammen …
Karpatenhund:
Ich kenne leider die ??? nicht, also fehlt mir der Zusammenhang. Wer klärt mich auf? Aber den Rest sehe ich so wie Xardas: Das Konzept der neuen “Helden” (oder Juli oder Silbermond) geht wohl nicht auf. Dieser Hype könnte nach hinten losgehen. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass die live sehr schlecht sein könnten …
PT:
Ich mag gerade die Kombination aus Heavy Riffs und “Weichspülergesang”. Der Gute hat nunmal keine Röhre – sehr oft benutzt er aber, wahrscheinlich um das zu kompensieren – Distortion und “Megaphon”-Effekte auf der Stimme. Vielleicht wäre stattdessen Opeth etwas für Xardas? Aber gib ihnen noch ne Chance – hör mal ins Album “Deadwing” rein, da geht’s schon sehr flott zur Sache!
Hehe, da muss ich natürlich heftigst wiedersprechen
Den Rest muss ich mir nochmal reinziehen …
Gruß
der Mitch
xardasdf sagte,
April 2, 2007 um 17:42
Hallo Mitch!
Ja, Opeth ist was für den Xardas! Und er mag z.B. auch Alice in Chains sehr gern und hatte gehofft, dass bei PT etwas in die Richtung kommt. Also bei “Blackest Eyes” finde ich den Wechsel sehr krass. Vor allem bei der Musik.
Aber auch wenn ich mir schnell Urteile bilde, lasse ich mich genauso schnell überzeugen, dass ich falsch liege. Ich werde auf jeden Fall deine Ratschlag befolgen und mir “Deadwing” mal reinziehen, wenn ich die Gelegenheit bekommte.
In jedem Fall Danke für deine ergänzenden Kommentare!
Ich bin gespannt, was du und And im 5. (nicht 6!) Podcast thematisiert!
Hummel Hummel
Xardas
EDIT: Der lügt ja der Xardas!
Naja so ganz stimmt das auch nicht! Er kann nur nie Opeth von Otep unterscheiden. Also gemeint ist OTEP und die entzückend sanfte Stimme der Frontsängerin.
+ Blog`N`Roll + » Blog Archive » Darf noch ein Nachschlag sein? - Southside 2007 sagte,
April 11, 2007 um 15:03
[...] http://xardasdf.wordpress.com/2007/04/01/southside-bands-review-1/ [...]